5 Gründe, warum Sie nicht auf eine Datensicherung verzichten sollten

Eigentlich ist die Situation doch klar, ja sogar total offensichtlich. Doch die Praxis sieht leider ganz anders aus:

Nur ca. 47% der deutschen Unternehmen haben ein Datensicherungskonzept formuliert und umgesetzt, das Häufigkeit, Zeitpunkt und Vorgehensweise einer Datensicherung regelt.

Da stellt sich die Frage nach dem „WARUM?“ – schlüssige Argumente sind uns unbekannt…

Um Unternehmen zum Sichern der eigenen Daten und somit zur Sicherung der eigenen Unternehmensexistenz zu motivieren, haben wir 5 Gründe zusammengefasst, warum Sie eine Datensicherung vornehmen sollten.

Datenverluste passieren schneller & oft anders als man denkt! (#1)

Das Schreckgespenst „Datenverlust“ ist kein Mythos, wie die Studie „EMC Data Protection Index“ (2014) verdeutlicht:

56% der Unternehmen in Deutschland haben innerhalb der letzten zwölf Monate entweder Datenverluste oder Ausfallzeiten verzeichnet.“

Die Probleme treten also regelmäßig auf und betreffen über die Hälfte der deutschen Unternehmen.

Doch was sind die häufigsten Ursachen für Datenverlust? Was denken Sie?

Richtig! Hardware-Probleme, wie Kurzschlüsse, defekte Festplatten, etc..
Auch Stromausfälle können IT-Strukturen erheblich zusetzen und verursachen vielerorts Probleme.

Oft nicht auf der Rechnung haben Unternehmen und Entscheider dagegen den Faktor Mensch:

Dabei hat es nicht immer mit Böswilligkeit zu tun (Mitarbeiter-Spionage oder Diebstahl), sondern oft mit Unachtsamkeit. Mal eben eine Datei überschreiben, eine wichtige Datei nicht speichern oder ein falsches Update installieren – solche Situationen kommen tagtäglich in deutschen Büros vor.

Fehlende Datensicherungen machen viel Arbeit (#2)

Kommt es zum Ernstfall und Daten sind nicht mehr verfügbar, beginnt oftmals eine Mammutaufgabe:

Händeringend wird nach alten Versionen gesucht, die man sich als Zwischenstand per E-Mail verschickt hat oder ähnliches. Doch auch wenn eine alte Version gefunden wird, ist der Arbeitsaufwand, der in die Aktualisierung investiert werden muss, meist sehr groß.

Ein ähnliches Gefühl kennen Sie sicherlich aus Ihrem Alltag:
Wenn z.B. eine große Excel-Datei oder ein aufwendiges Angebot nicht gespeichert wurde, stürzt der Rechner ab, und die Arbeit von Stunden ist verloren.

Bei großen oder vielen Dateien ist dagegen oftmals „Hopfen und Malz“ verloren.

Einem bekannten Unternehmen sind beispielsweise einmal sämtliche ERP-Belege von mehreren Monaten „abhanden“ gekommen. Die Folge: Alle Belege mussten nochmal aus dem „Papier-Archiv“ in das ERP-System übertragen werden. Eine nervtötende Aufgabe, die aber sehr gewissenhaft erfolgen muss, und das natürlich am Wochenende, da im Tagesgeschäft keine Zeit für solche Aufgaben ist.

In diesem Fall ist das Ganze zum Glück glimpflich ausgegangen.

Doch was passiert, wenn es sich bei den verloren Daten um Patente, Konstruktionszeichnungen oder wichtige Maschinenprogramme handelt? Dann ist guter Rat teuer und im schlimmsten Fall droht sogar der Verlust der Existenz.

Ein Datenverlust kostet viel Geld (#3)

Wie Sie an unseren kleinen Beispielen erahnen können, sind Datenverluste oftmals eine sehr kostspielige Angelegenheit. Verständlich – ist doch meist ein großer zusätzlicher und außerplanmäßiger Aufwand die Folge des Verlusts.

Und was bedeutet das in Zahlen?

EMC hat in einer Studie errechnet, dass deutsche Unternehmen in den letzten zwölf Monaten 33,6 Milliarden Euro durch Datenverluste eingebüßt haben.

Der Verzicht auf eine Datensicherung ist grob-fahrlässig (#4)

Auch der Gesetzgeber hat eine klare Meinung zur Notwendigkeit einer Datensicherung.

Beispielsweise entschied 2003 das OLG Hamm, dass ein Unternehmen eine tägliche Sicherung der Unternehmensdaten sowie einmal wöchentlich eine Vollsicherung durchführen muss.

Wird keine solche Sicherung durchgeführt, handelt das Unternehmen grob fahrlässig.

Gehen geschäftsrelevante Daten aufgrund einer mangelhaften Sicherung verloren, kann die Geschäftsführung für den daraus resultierenden Schaden persönlich haftbar gemacht werden.

Datenverluste sind existenzgefährdend!! (#5)

Sehen wir mal davon ab, dass ein Datenverlust wirklich ärgerlich, häufig teuer, aber vor allem sinnlos ist, hier noch ein harter Fakt:

43% der Unternehmen konnten sich nach einem Totalverlust ihrer Daten nicht mehr erholen und weitere 29% mussten innerhalb der nächsten zwei Jahre schließen!

Eine harte Aussage – die aber aufgrund der vorgenannten Gründe durchaus nachvollziehbar ist.

Der zeitliche und finanzielle Aufwand, der für die Wiederherstellung der Daten und – in letzter Konsequenz – der Geschäftsfähigkeit aufgebracht werden muss, kann von vielen Unternehmen einfach nicht gestemmt werden.

 

FAZIT

Die vorgenannten 5 Gründe geben eine gute Übersicht über die Notwendigkeit einer Datensicherung.

Das Fazit wollen wir daher nochmals als Apell nutzen:
Bitte setzen Sie sich mit dem Thema Datensicherung auseinander!

Stellen Sie sich die Frage, was bei einem Verlust Ihrer Daten passieren würde!

Es handelt sich um eine konkrete Bedrohung für Ihr Unternehmen.
Ein Verdrängen dieser Tatsache kann schwerwiegende Folgen haben.

Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie das Thema Datensicherung angehen sollen oder Sie Ihr Datensicherungskonzept einmal unverbindlich von einem Sachverständigen bewerten lassen wollen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Wer schreibt hier?

Simon Brewig - Gründer und Geschäftsführer von smartworxSimon Rocholl ist Gründer und Geschäftsführer von smartworx.

Simon verfügt über mehr als 11 Jahre IT-Erfahrung und hat sich auf die Themen IT-Infrastruktur und IT-Sicherheit spezialisiert. Zudem ist er ehrenamtlich im Stadtrat von Overath und im Lions Club Overath aktiv.

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